Sensibilisierungsschulung
Taube Menschen verstehen – Barrieren erkennen – Begegnungen verändern
Taubheit ist eine unsichtbare Behinderung. Man sieht einem Menschen nicht an, ob er hören kann oder nicht.
Genau das führt im Alltag immer wieder zu Missverständnissen, Unsicherheiten und Berührungsängsten.
Aus eigener Erfahrung kenne ich viele solcher Situationen:
Bei einer ersten Begegnung sind Menschen manchmal irritiert, wenn sie feststellen,
dass ein tauber Mensch nicht hört oder anders spricht.
Manche vermuten aufgrund der Aussprache, dass die Person aus dem Ausland kommt
und wechseln automatisch ins Englische oder in eine andere Sprache.
Doch das eigentliche Problem ist nicht die Sprache oder Herkunft:
"Wir hören nicht."
Unsicherheit und Berührungsängste abbauen
Viele hörende Menschen hatten bisher kaum oder keinen persönlichen Kontakt mit tauben Menschen.
Deshalb wissen sie häufig nicht, wie sie sich verhalten oder wie eine gute Kommunikation gelingen kann.
Das erleben taube Menschen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens –
bei Behörden, am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen oder bei alltäglichen Begegnungen.
Auch in Unternehmen entstehen Unsicherheiten:
Wie kommuniziere ich mit einem tauben Kollegen oder einer tauben Kollegin?
Wie kann eine Besprechung barrierefrei gestaltet werden?
Was sollte ich beachten?
Meine Sensibilisierungsschulung vermittelt dafür Wissen und praktische Handlungsmöglichkeiten.
Taube Kinder und Bildung
Besonders wichtig ist mir die Situation tauber Kinder.
Taubheit bedeutet nicht automatisch eine Lernschwäche oder geistige Behinderung.
Wenn ein taubes Kind dem Unterricht nicht folgen kann, muss deshalb genau hingeschaut werden:
Liegt das Problem tatsächlich beim Lernen oder fehlen eine zugängliche Sprache,
geeignete Kommunikationsmöglichkeiten und Barrierefreiheit?
Zu niedrige Erwartungen können dazu führen, dass Kinder weniger anspruchsvolle Aufgaben erhalten
und ihre tatsächlichen Fähigkeiten nicht erkannt werden.
Fehleinschätzungen können den weiteren Bildungsweg eines Kindes erheblich beeinflussen.
Taube Kinder können sehr viel – wenn sie Zugang zu Sprache,
Bildung und Kommunikation bekommen.
Wenn man dabei ist – aber trotzdem nichts mitbekommt
Ausgrenzung findet nicht nur in Schule oder Beruf statt. Sie kann bereits innerhalb der eigenen Familie beginnen.
Ein taubes Kind sitzt beispielsweise mit der Familie am Tisch. Alle unterhalten sich,
erzählen Geschichten und lachen miteinander. Das Kind ist körperlich dabei, kann dem Gespräch
aber möglicherweise nur teilweise oder gar nicht folgen.
Diese Erfahrung kann sich durch viele Bereiche des täglichen Lebens ziehen.
Deshalb geht es bei echter Teilhabe um mehr als Anwesenheit:
Teilhabe bedeutet auch, verstehen, kommunizieren und mitentscheiden zu können.
Meine Sensibilisierungsschulung
Mit meiner Sensibilisierungsschulung möchte ich Ihnen einen Einblick in die Lebenswelt tauber Menschen geben
und zeigen, wo Barrieren entstehen, die für hörende Menschen häufig unsichtbar bleiben.
Gemeinsam beschäftigen wir uns unter anderem mit Kommunikation, Deutscher Gebärdensprache (DGS),
Sprachkultur, typischen Missverständnissen, Berührungsängsten, Barrieren und Möglichkeiten einer gelungenen Inklusion.
Dabei geht es nicht nur um Theorie.
Erleben Sie einen Perspektivwechsel und lernen Sie die Welt tauber Menschen aus einer anderen Sicht kennen.
Mein Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu fördern und dazu beizutragen, Barrieren abzubauen – damit taube Menschen selbstverständlich und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Interesse an einer Sensibilisierungsschulung?
Die Schulung kann beispielsweise für
- Kindergärten
- Schule
- Behörden oder sozialen Einrichtungen
- Firmen oder Unternehmen
individuell gestaltet werden.
Gerne komme ich auch direkt zu Ihnen vor Ort.
Sie erreichen mich gerne über
mein Kontaktformular oder direkt per E-Mail an kontakt@dl-gebaerden.de.
Ich freue mich auf Ihre Anfrage.
